13. August 2026

Gefälschte Rechnungen erkennen: Prüfen Sie das, bevor Sie zahlen

Fake-Rechnungen sind ein Geschäftsmodell – und der Mittelstand ist die Zielgruppe. Die Masche ist immer gleich: Eine offiziell aussehende Rechnung landet im Postfach, der Betrag ist bewusst unauffällig, und in der Buchhaltung wird sie durchgewunken, weil sie echt aussieht. Diese Prüfschritte kosten zwei Minuten und sparen bares Geld.

Die Zwei-Minuten-Prüfung

  • Die Grundfrage zuerst: Haben wir das überhaupt bestellt? Klingt banal, ist aber der wirksamste Filter. Keine Bestellung, kein Vertrag, kein bekannter Ansprechpartner – höchste Vorsicht.
  • Die Klassiker unserer Branche kennen: Angebliche „Domain-Verlängerungen“ von fremden Diensten und Einträge in nutzlose „Branchenverzeichnisse“ – oft als Rechnung getarnte Angebote, das steht dann im Kleingedruckten. Wer bei webstudiopfalz hostet: Ihre Domain läuft über uns, jede andere Domain-Rechnung können Sie getrost hinterfragen. Mehr dazu: Wem gehört eigentlich Ihre Domain?
  • IBAN-Wechsel ist ein Alarmsignal. „Unsere Bankverbindung hat sich geändert“ bei einem bekannten Lieferanten? Erst unter der bekannten Telefonnummer rückversichern, dann zahlen.
  • Pflichtangaben checken: vollständige Anschrift beider Seiten, Steuernummer oder USt-ID, Rechnungsnummer, Leistungsdatum. Fehlt davon einiges, ist das Papier auch steuerlich nichts wert.
  • Absender-Mail und Rechnung zusammen prüfen. Eine echte Firma schickt Rechnungen von ihrer echten Domain – wie Sie die erkennen, steht in unserem Phishing-Beitrag.

Der beste Schutz ist ein fester Ablauf

Rechnungen zahlt nur, wer prüfen kann, ob bestellt wurde – im Zweifel fragt eine zweite Person mit. Das ist unbequem und genau deshalb wirksam.

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