Die gefährlichste E-Mail des Tages sieht aus wie eine normale. Angebliche Bank, angeblicher Paketdienst, angeblicher Chef mit dringender Überweisungsbitte – Phishing-Mails sind das Einfallstor Nummer eins in Firmennetzwerke. Die gute Nachricht: Mit ein paar Handgriffen entlarven Sie fast jede Fälschung.
Die sechs wichtigsten Prüfpunkte
- Absenderadresse genau lesen – nicht nur den Namen. Angezeigt wird „Sparkasse“, dahinter steckt service@sparkasse-sicherheit-24.info. Entscheidend ist, was nach dem @ steht – und zwar bis zum letzten Punkt.
- Druck und Drohung sind Alarmzeichen. „Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt“ – seriöse Firmen arbeiten nicht mit Countdown.
- Links erst prüfen, dann klicken. Am PC mit der Maus über den Link fahren (nicht klicken!) – unten im Fenster erscheint das echte Ziel. Am Handy: Link gedrückt halten statt tippen.
- Unerwartete Anhänge sind tabu. Besonders ZIP-Dateien und angebliche „Rechnungen“ von Absendern, mit denen Sie nichts zu tun haben.
- Perfektes Deutsch ist kein Freifahrtschein mehr. Früher verrieten sich Fälschungen durch Tippfehler – heute schreibt die KI der Betrüger fehlerfrei. Verlassen Sie sich auf die Prüfpunkte, nicht aufs Sprachgefühl.
- Im Zweifel: anrufen. Nicht die Nummer aus der Mail, sondern die bekannte Nummer des angeblichen Absenders. Ein Anruf hat schon viele Überweisungen gerettet.
Die andere Seite der Medaille
Genauso, wie Ihnen jemand gefälschte Mails schickt, kann jemand Mails in Ihrem Namen fälschen – an Ihre Kunden. Ob Ihre Domain dagegen geschützt ist, verraten drei technische Einträge (SPF, DKIM, DMARC). Ob sie bei Ihnen gesetzt sind, zeigt unser kostenloser E-Mail-Check in 30 Sekunden.